Ein wichtiger Bereich unserer Nachhaltigkeitsinitiative sind ökologische Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen des AQUApark Oberhausen. Diese sind vielfältig und reichen von der Umstellung der Beleuchtungsmittel über die Reduzierung von Verpackungen bis zur Trennung von Holz und Metall. Die umgesetzten Veränderungen führen nicht nur zu ökologischen Effekten, sondern wirken sich auch ökonomisch sehr positiv aus.

Ressourceneinsparung und Müllreduzierung

Durch die Abschaffung der Bestecktaschen in der Gastronomie, die Einführung von Hartplastikbechern und Lieferboxen für Nahrungsmittel, die Trennung von Holz und Metall und die Reduzierung von Verpackungen kann der AQUApark eine hohe Müllreduzierung erreichen. Für Ressourceneinsparungen stellte der AQUApark die Beleuchtungsmittel im Parkhaus, in den Becken und am Außenkiosk auf LED-Lampen um und führte Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren ein. Außerdem geschah eine Umstellung auf dosierte Verwendung von Reinigungsmitteln und alle Druckerzeugnisse werden mit nachhaltigen Zertifikaten gekauft.

Heizung und Lüftung

Der AQUApark bezieht seine Wärmeleistung über Fernwärme. Die Wärme wird mit 110°C und einem Druck von neun Bar geliefert. Nach der Verteilung auf die verschiedenen Wärmesysteme innerhalb des Bades beträgt die Temperatur bei Rücklauf in das Fernwärmenetz noch etwa 30–40 °C.

Durch verschiedene technische Verbesserungen in der Lüftungstechnik konnte der AQUApark seinen Verbrauch an Wärme und elektrischer Energie um 15 % senken. Die drei Lüftungsanlagen im Bad werden von einer digitalen Regelanlage gesteuert. Fast 60 % des Fördervolumens von insgesamt 150.00 cbm/h werden für die Kuppelhalle benötigt. Bei Temperaturen unter 5° geht die Lüftungsanlage außerdem in den WAT Betrieb, was wiederum 45 % Energieeinsparnis gegenüber herkömmlichen Anlagen bedeutet. In der Nacht kann die Raumtemperatur um 4° gesenkt werden, die Aufheizung auf Raumtemperatur am Morgen dauert lediglich 2 Stunden.

Badewasseraufbereitung

Das Wasser in den Becken und Rutschen des AQUAparks besteht zu 80 % aus aufbereitetem Wasser – dies ist die gesetzliche Grenze für Recyclingwasser in Schwimmbädern. Durch ideal aufeinander abgestimmte Technik kann der Wasser-Kreislauf im AQUApark zu einem großen Teil ohne die Einspeisung von Wasser aus der örtlichen Trinkwasserversorgung aufrecht erhalten werden. Dabei spielt einerseits die Technik der Filteranlage andererseits das Verfahren der Desinfektion eine Rolle. 

Die Filteranlage zur Aufbereitung des Badewassers wird ergänzt durch eine Anlage zur Aufbereitung des Schlammwassers, welches jedoch durch eine Ultrafiltration wieder zu qualitativ einwandfreiem Badewasser aufbereitet werden kann. So wird kein Wasser verschwendet. 

Im Bereich Desinfektion entschieden wir uns für eine moderne Chlor-Elektrolyse-Anlage. Die herkömmliche Zugabe von Chlor in flüssiger Form wird hiermit ersetzt. Die neue Anlage führt dem Wasser Chlor durch einen chemischen Prozess zu, der durch Elektrolysezellen in Gang gesetzt wird. Dieser chemische Prozess läuft vollautomisch ab. Die Abgabe giftiger Gase und die Gefährdung der Umwelt werden dadurch verhindert. 

Vervollständigt wird die Desinfektion durch die Bestrahlung des Wassers mit UV-Licht. In den Zuflussrohren wurden UV-Leuchtmittel angebracht, deren Licht die im Wasser befindlichen Bakterien zerstört.